Ausgabe 3/2016

AUSZUG AUS DEM INHALT:

JAPANISCHE GÄRTEN UND IHR EINFLUSS AUF DIE GARTENGESTALTUNG

TITELTHEMA
JAPANISCHE GÄRTEN:
Harmonie in Perfektion
Gärten in Japan sind Meisterwerke der Ausgewogenheit und Balance. Mit viel Intuition und Können erschaffen japanische Gartengestalter harmonische, beruhigende Miniaturlandschaften.

Herbst im Bonsaimuseum
Selbst auf Menschen, denen die japanische Gartenkultur eher fremd ist, üben Bonsais eine faszinierende Wirkung aus. In einem Vorort von Madrid hat der spanische Landschaftsarchitekt Luis Vallejo eine der größten Sammlungen der Miniaturbäume außerhalb Japans zusammengetragen. Und die Kollektion zeigt: Bonsais wirken jederzeit grandios, spät im Jahr im bunten Blätterkleid und sogar unbelaubt.

PORTRÄT
CHARLOTTE ROWE: Feines Gespür für kleine Flächen
Handwerker oder Designer, Gärtner oder Landschaftsarchitekt? Solche Unterscheidungen lassen sich bei Peter Berg nicht machen. Obwohl er zu Deutschlands besten Gartendesignern zählt und drei Bücher zu dem Thema veröffentlicht hat, legt er bei der Umsetzung seiner Projekte noch selbst mit Hand an. Steine zu setzen und Bäume zu pflanzen ist ihm ebenso wichtig wie ästhetische Konzepte auszuarbeiten und Pläne zu zeichnen.

GARTENREPORTAGE
FRÜHLINGSAKZENTE
Dezente Pastelltöne waren gestern. In der englischen Grafschaft Leicestershire schuf der Gartendesigner James Alexander-Sinclair einen Garten, der den Lenz mit floralen Fanfarenstößen begrüßt. Mit früh blühenden Stauden setzt der Brite kräftige Akzente. Doch die Protagonisten im Beet sind Tausende von Tulpen, in Rot, in Lila, in Pink und in fast schwarzem Purpur. Das Ergebnis? Schlicht atemberaubend.

GARTENPFLANZEN
BAMBUS OHNE REUE
Kaum ein anderes Gewächs spaltet die Gärtnerwelt so stark in zwei Lager wie der Bambus. Heißgeliebt und gleichzeitig zutiefst verachtet, sind die holzbildenden Riesengräser nunmehr seit Jahrzehnten fester Bestandteil  der hiesigen Pflanzenverwendung. Was für die einen Gartenbesitzer eine grafische Pflanze der Superlative ist, die während des gesamten Gartenjahres Glanzpunkte in die Außenanlage setzt, ist für andere der pure Unkrauthorror. Die Erklärung für ein solch ambivalentes Verhältnis zu einer Pflanzengruppe findet sich – wie so oft – in der passgenauen Sortenauswahl und in der fachgerechten Pflanztechnik.

SMART GARDEN
Gartenpflege per App
Nachdem in immer mehr „Smart Homes“ Lampen, Jalousien, Heizung, Herd, Kühlschrank und Waschmaschine miteinander vernetzt sind und vom Besitzer ortsunabhängig per App gesteuert werden können, bahnt sich die smarte Technik ihren Weg verstärkt auch in unsere Gärten. Aus einer analogen Versorgung der Pflanzen und dem manuellen Genießen des Grüns ist vielerorts der digitalisierte „Smart Garden“ geworden.

GARTENFESTIVALS
RHS Hampton Court Palace Flower Show 2016

BOUTIQUE
Ideen für den Garten

GARTENFOTOGRAFIE
Jürgen Becker

GARTENREPORTAGE
Gold im Gartenteich

INTERVIEW
Der Koi-Experte

KOMMENTAR
Kaufen kann jeder

WELLNESS
Wachgeküsst – Weissenhaus Resort & Spa

KURIOSES
Bonsai gegen Esche

STADTGARTEN
Japan hinter dem Reihenhaus

GESTALTUNGSELEMENTE
Metall – edel und stabil

KALEIDOSKOP
Indoor Farming

ON TOUR
Nächster Halt: Villa D’Este in Italien

LOUNGE
Naturgenuss trotz Winterpause

SERVICE
Bücher rund um Gärten

GARTENKOLUMNE
Sie Schlitzahorn!

 

EDITORIAL

Es gibt kaum etwas, das man heutzutage nicht binnen kürzester Zeit über das Internet erledigen kann. Spontan morgen nach Rom fliegen? Schon gebucht! Nächstes Wochenende ins Stadion? Schnell Tickets reservieren, im Onlineshop sind nur noch wenige Plätze verfügbar. Und wo bekomme ich diese tollen italienischen Schuhe her? Google weiß die Antwort. Das Internet scheint mich ja manchmal sogar noch besser zu kennen als ich selbst, denn noch bevor ich weiß, welche Jacke ich im Winter tragen möchte, zeigt es mir ein adrettes Model auf einem Online-Banner. Und damit ich es auch wirklich nicht vergesse und bei Schnee und Eis vielleicht noch frieren muss, begleitet mich dieses Model mit einem wissenden Lächeln auf allen Seiten, die ich heute besuche. Na, da muss ich ja fast zuschlagen, oder?

Dabei sehnen sich die Menschen in dieser Zeit, in der scheinbar alles und das auch noch zu jeder Zeit möglich ist, genau nach dem Gegenteil. Das Stichwort lautet: Entschleunigung. Wir wollen unser Leben wieder mehr selbst bestimmen und uns Zeit dafür nehmen. Wir wollen selbst einkaufen gehen, am liebsten auf dem Bauernhof um die Ecke, und wissen, wo die Winterjacke genäht und die Kartoffeln angebaut wurden. Wenn die Möglichkeit besteht, bauen wir selbst Obst, Gemüse und Kräuter an. Je ausgefallener, desto besser. Was genau da heutzutage in die Beete kommt, damit setzt sich Ralf Joest in seinem Kommentar (S. 68) auseinander.

Damit Urban Gardening aber auch denjenigen ohne Balkon oder Garten nicht verwehrt bleibt, gibt es schon erste Ideen und Konzepte für Indoor Farming. Was genau das ist und wie es sich umsetzen lässt, hat unsere Autorin Verena Groß herausgefunden. Mehr dazu ab Seite 98 im Kaleidoskop.