Ausgabe 4/2020

AUSZUG AUS DEM INHALT:

Auf dem Trockenen – Gärten in Zeiten des Klimawandels

TITELTHEMA
Auf dem Trockenen – Gärten in Zeiten des Klimawandels
Ganz klar, das Klima ändert sich. Die Sommer werden trockener und heißer, die Winter milder und feuchter. Das hat auch Konsequenzen für unsere Gärten. Es mag erfreulich sein, dass die Gartensaison im Frühling zeitiger beginnt und im Herbst später aufhört. Doch viele unserer an kühlere Klimate gewöhnte Lieblingspflanzen wie etwa Hortensien oder Rhododendren werden möglicherweise aus unserem Grün verschwinden. Auch ein gleichmäßig grüner Rasenteppich wird vielleicht bald Geschichte sein. Zeit also, sich Gedanken darüber zu machen, welche Gewächse eine Alternative wären und wie wir unsere Gärten künftig gestalten.

BOUTIQUE
Ideen für Drinnen und Draußen

GARTENREPORTAGE
Kraftvolles Design in russischer Tradition – Neue Dynamik im Kiefernhain
Welch hohes Niveau bietet die moderne Gartenarchitektur mitten im naturgewachsenen Kiefernwald unweit von St. Petersburg! Das Anwesen zeigt eine charakteristische Architektursprache, die vom Jugendstil und Einflüssen des englischen Tudor-Stils geprägt ist. Die neue Gartenlandschaft passt sich mit ihren gut positionierten Sitzplätzen und einer hochwertigen Bepflanzung ganz dem opulenten Gebäudeensemble an. Ein gelungenes Zusammenspiel zeittypischer Vorlieben.

RATGEBER
Schwimmteiche – Unweltfreundlich abtauchen
Schwimmen im Einklang mit der Natur zwischen Seerosen und Rohrkolben: Das wünschen sich immer mehr Menschen, die eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Gartenpools suchen. Schwimmteiche bieten Spaß und Erholung für die ganze Familie und kommen dabei vollkommen ohne Chemie aus.

GARTENPFLANZEN
Schwimmende Schönheiten – Seerosen betören die Sinne
Seerosen stechen in jedem Gewässer optisch ins Auge. Wer sich die schwimmenden Schönheiten für den eigenen Gartenteich zulegt, kann sich nicht nur über den optischen Liebreiz freuen, wenn sie im Sommer ihre zarten Blüten zeigen. Auch Vertreter der heimischen Tierwelt wie Froschlurche und Honigbienen werden von ihnen magisch angezogen. Mit Umsicht bekommen Gartenbesitzer auch die Schädlinge in den Griff, die sich auf Seerosen spezialisiert haben.

GARTENPORTRÄT
Elysium am Hang – Der Garten einer Gestalterin in Los Angeles
Wein und ein sommerliches Abendessen unter dem Pfefferbaum. Ein Cocktail am Pool. Der Duft nach Schokolade, den die samtigen Blüten der Akebie verströmen. Alles eingehüllt von weichem, grünen Laub. Dazwischen riesige Agaven und Blütenstände von Aralien, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Die Designerin Judy Kameon hat in Los Angeles einen Ort geschaffen, an dem es sich sehr gut leben lässt.

KALEIDOSKOP
Aloe Vera – Anspruchslos mit inneren Werten
Von A wie Akne bis Z wie Zahnfleischentzündung – es gibt eine lange Liste von Wehwehchen und Krankheiten, bei der die Aloe Vera helfen soll. Was mit der „Echten Aloe“ beworben wird, verkauft sich gut, egal, ob Medikament, Hautpflegemittel oder Getränk. Als Wohnungsschmuck ist die Sukkulente ebenfalls beliebt, nicht zuletzt aufgrund ihrer inneren Werte. Zumindest bei der Zimmerpflanze kann man sicher sein: wo Aloe draufsteht, ist auch Aloe drin.

GARTENTECHNIK
Moderne Beregnungsanlagen – und nachhaltige Bewässerungstechnik
Jeder Tropfen zählt: In Zeiten des Klimawandels und messbar trockenerer Sommer mit deutlich geringeren Niederschlägen ist ein durchdachtes Bewässerungssystem unabdingbar für jeden größeren Garten. Sei es, um sich mühseliges Schleppen von Gießkannen und lästiges Umherwandern mit dem Gartenschlauch in der Hand zu ersparen, sei es, um auch in Zeiten von Urlaub und Abwesenheit eine ausreichende Wasserversorgung von Rasen, Beeten und Gehölzen zu garantieren.

HOTELS & GÄRTEN
Ein Hotel aus tausendundeiner Nacht – Marrakeschs Paradies – La Mamounia
Das legendäre La Mamounia gehört zu den schönsten Hotels, die die Welt zu bieten hat. Die Luxusresidenz ist seit 1923 ein begehrtes Ziel für anspruchsvolle Reisende. Marlene Dietrich war hier, Catherine Deneuve und Nelson Mandela, aber auch Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston und Tom Cruise. Die wahren Stars stehen jedoch im 1.500 Quadratmeter großen Biogarten. 5.000 Rosenstöcke und 700 Orangenbäume warten auf ihre Bewunderer. Ein Paradies auf Erden!

LOUNGE
Eine Erlebnisreise durch Wüste und Urwald – Auf der BUGA 2021 in Erfurt
Im Zentrum des egaparks entsteht das Vorzeigeprojekt der BUGA 2021: Danakil, eine einzigartige Kombination aus einem Wüsten- und einem Urwaldhaus, eine  ganz besondere Erlebnisreise für alle Besucher auf der Suche nach dem Wasser.

Wettbewerb: Wassergarten der Zukunft
Wie sieht der Wassergarten der Zukunft aus? Anlässlich seines 70-jährigen Firmenjubiläums hat das Unternehmen OASE Studierende und Absolventen zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen. Eine hochkarätige Jury ermittelt die besten Entwürfe im zukunftsweisenden Umgang mit Wasser.

BUCHAUSZUG
Ab nach draußen! Natur erleben in Deutschland
Ein neuer Titel aus dem DuMont Reiseverlag bietet 52 Ideen für Wochenendausflüge in Deutschland. Traumhafte Seen, dichte Wälder, atemberaubende Ausblicke und Burgen wie aus dem Märchenbuch können in nächster Nähe entdeckt werden. Das Buch ist gegliedert in drei Kapitel: Im Norden, Im Herzen, Im Süden. In jedem Kapitel gibt es 17 bis 18 abwechslungsreiche Vorschläge. Der Norden steht für Wasser und Weite, für reizvolle Ausflüge an Nord- und Ostsee und in die Lüneburger Heide. Das zweite Kapitel entführt in die wildromantische Mitte vom Spreewald bis ins Münsterland. Im Süden schließlich locken Berg und Tal von den Kuppen des Pfälzerwaldes bis zu den Gipfeln der Alpen. Ob wandern, radeln, paddeln oder in aller Ruhe die Natur genießen – die Vielseitigkeit der 52 Wochenend-
Eskapaden in ganz Deutschland überrascht. Viele der vorgeschlagenen Orte lassen sich mit Bus und Bahn erreichen. Als Auszug präsentieren wir Ihnen, wie könnte es anders sein, natürlich ein Gartenziel!

SERVICE
BÜCHER RUND UM GARTEN, WIESEN UND NATUR

GARTENKOLUMNE
Und es regnet doch – hoffentlich!
Ist es nur das Wetter oder doch schon das Klima? Das dritte Jahr in Folge fällt zu wenig Wasser vom Himmel. Auch der Kolumnist bekommt den Regenmangel in seinem Garten zu spüren.

EDITORIAL

Als „Hundstage“ bezeichnet man die wärmste Zeit des Jahres, die Periode zwischen dem 23. Juli und dem 23. August, in die regelmäßig das Erscheinen unserer Juli-Ausgabe fällt. Der Begriff entstand im antiken Rom; die dies caniculares waren jene Tage, an denen man das Sternbild des Großen Hundes (Canis Major) sehen konnte. Zwar hat sich der Zeitraum seiner Sichtbarkeit seither astronomisch um vier Wochen nach hinten verschoben, doch geblieben ist bis heute die Bezeichnung „Hundstage“ als Synonym für Hitzewellen und hochsommerliche Tage.

Schon immer schieden sich die Geister an der Frage, ob diese Tage nun besonders schön oder besonders beschwerlich sind. Schon immer gab es Menschen, die die heißeste Zeit des Jahres gefürchtet und sich über einen regenreichen Sommer gefreut haben. Dass jedoch auch die passioniertesten Sonnenanbeter mittlerweile skeptisch zum Himmel blicken, wenn sich dort mehrere Tage lang keine Wolke zeigt, ist neu. Seit der Klimawandel nicht mehr zu leugnen ist und seine Auswirkungen auch in unserem Alltag deutlich zu spüren sind, mag man sich nicht mehr recht über Zeiten voller Wärme und Trockenheit freuen. Und wenn die lauen Sommernächte noch so verlockend sind: Reihen sie sich über Wochen aneinander, kann man sie kaum noch genießen, kennt man doch die beunruhigenden Ursachen dieser tropischen Zustände.

Stattdessen fragt man sich nicht nur bang, wie radikal die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere gewohnte Lebenswirklichkeit tatsächlich sein werden. Man möchte auch selbst zu seiner Verlangsamung beitragen, durch Umstieg auf Ökostrom, durch Verzicht auf klimaschädliche Produkte und eine nachhaltigere Lebensweise in vielen Bereichen.

Werde ich meinen Garten in seiner bisherigen Form erhalten können, meine geliebten Hortensien und Rhododendren? Oder erfordert das einen unverhältnismäßigen Aufwand? Wie sieht es mit dem Wasserverbrauch aus – soll ich in eine Beregnungsanlage investieren? Oder doch lieber gleich auf einen Kiesgarten mit trockenheitsresistenten Pflanzen umsteigen? All dies treibt Gartenbesitzer in diesen Zeiten um.

Wir hoffen, dass Ihnen die vorliegende Ausgabe bei der Entscheidungsfindung und Planung hilft. Und wir freuen uns, falls Sie sich angesichts der vorgestellten Lösungen doch noch den einen oder anderen Sommernachtstraum erlauben, ganz ohne schlechtes Klima-Gewissen.