Ausgabe 1/2019

AUSZUG AUS DEM INHALT:

SCHÖNER ARBEITEN:
FIRMEN- UND BÜROGÄRTEN

TITELTHEMA
SCHÖNER ARBEITEN: FIRMEN- UND BÜROGÄRTEN
Firmengärten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Schließlich ist inzwischen weitgehend bekannt, dass es sich in entspannter Atmosphäre und einem angenehmen Ambiente besser arbeiten lässt als in einer lediglich auf Effizienz ausgerichteten Umgebung. Da liegt es nahe, auch den Außenraum eines Bürogebäudes oder Firmengeländes in die Gesamtgestaltung mit einzubeziehen und einen Garten anzulegen, in dem die Angestellten ihre Pause verbringen, sich aber durchaus auch zu dienstlichen Verabredungen und Meetings zusammenfinden können und der darüber hinaus Besuchern und Kunden eine positive Vorstellung hinsichtlich der Unternehmensphilosophie vermittelt. Wir stellen Firmengärten in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den USA vor, in denen das Arbeiten Freude macht und die gleichzeitig der Imagebildung des Unternehmens dienen.

RATGEBER
DIE WÄNDE HOCH: VERTIKALBEGRÜNUNG UND „HÄNGENDE GÄRTEN“
Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Es braucht mehr Grün in der steinernen Stadt, doch die Flächen dafür sind rar. Jeder Quadratmeter ist  kostbar. Das brachte Grünraumgestalter auf eine geniale Idee: Wenn es an horizontalen Flächen mangelt, geht man einfach in die Vertikale. Die Hängenden Gärten von Babylon wurden neu erfunden und sind auch in unseren Gärten angekommen.

GARTENREPORTAGE
VERHÜLLT/ENTHÜLLT: EIN JAPANISCHER GARTEN IM WECHSEL DER JAHRESZEITEN
Im Winter, wenn Pflanzen, Steine und Gartenornamente von einer dicken Schneeschicht bedeckt werden, begeistert der Japangarten der Familie Borsch den Besucher mit sanften Konturen. Wie riesige Wattebäusche schweben die linsen- und kugelförmigen Eiben- und Buchsformationen dann neben dem glatten, vom Rand aus mit einer dünnen Eisschicht überzogenen Wasserspiegel. Ein Spaziergang durch diese exotische Winterlandschaft ist ein Erlebnis. Die immergrünen Gehölze verstecken sich unter weißen Hauben, während die Laubgehölze ihren teilweise bizarr verzweigten Kronenaufbau unter glitzernden Schneekristallen preisgeben. Der Wasserfall indessen rauscht vor gedämmter Geräuschkulisse und erinnert daran, dass das kommende Frühjahr wieder Schwung und energiegeladene Dynamik bringt. Aber erst nach der wohlverdienten Ruhepause, in der Väterchen Frost noch an so manchem Morgen seine kühle Romantik aus Raureif und Eis über das Gartenbild legt.

HOTELS & GÄRTEN
BONJOUR, MÄRCHENSCHLOSS!
Château de la Treyne gehört zu den Orten, die für Eleganz und eine einzigartige Natur stehen. Das Schloss aus dem 14. und 17. Jahrhundert thront auf einem Felsenplateau mit Blick auf die Dordogne. Der Garten wurde von einem französischen Genie der Gartengestaltung angelegt: Édouard François André.

PORTRÄT
BRIGITTE RÖDE
Sanft neigt sich das Grundstück und öffnet sich zu einem weiten Feld. Hinter den Bäumen, die den Acker begrenzen, fließt der Rhein. Flache, durch hellen Stein eingefasste Rasenstufen terrassieren den Garten, der von einer majestätischen Rosskastanie und einer Trauerweide flankiert wird. Natursteinmauern rahmen Beete, in denen Rudbeckien, Gräser und Eichblatthortensien wachsen. Eine großzügige Anlage, die sich der Umgebung öffnet und die Landschaft der Rheinaue bis ans Haus einlädt. Ein Garten, für den Brigitte Röde im Frühjahr den nrw.landschaftsarchitektur. preis des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla nw) Nordrhein-Westfalen erhielt. Nicht nur das Haus – ein moderner weißer Bau mit geraden Linien –, sondern auch die Umgebung in die Gestaltung einzubeziehen, ist der Designerin wichtig. „Der Garten soll eine Einheit bilden mit Innenraum, Architektur und Umgebung“, sagt sie. „Und er soll zum Menschen passen.“

BOUTIQUE
IDEEN FÜR DRINNEN UND DRAUSSEN

KALEIDOSKOP
STOFFE AUS DER NATUR: PFLANZENFASERN – TEIL 1: BAUMWOLLE
Baumwolle gehört zu den ältesten bekannten Pflanzenfasern und steht für Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet sind tropische und subtropische Regionen. In Indien oder Ägypten wurde sie schon vor Jahrtausenden zur Herstellung von Bekleidung eingesetzt. Die heutigen Anbau- und Produktionsbedingungen sind oft jedoch alles andere als ökologisch verträglich. Ein Blick hinter die Kulissen des Baumwollanbaus und der Verarbeitung.

KOMMENTAR
GRÜNER WIRD`S NICHT – ODER DOCH?

INTERVIEW
VOM AUSSTEIGERPROJEKT ZUM ÖKOLOGISCHEN VORREITER: ZU BESUCH BEI GRÜNE ERDE
Die Sehnsucht, mit der Herstellung sinnvoller Produkte die Welt ein bisschen besser zu machen, ist der Antrieb für Reinhard Kepplinger, Eigentümer der Grünen Erde im oberösterreichischen Almtal. Mit dem Grundgedanken entstand auch das Konzept des neuen Besucherzentrums. In Zusammenarbeit mit einem Grazer Architekten und Landschaftsarchitekten steht das Zentrum als ein Ort der Sinne, der die Verbundenheit von Mensch und Natur erlebbar macht – die Grüne Erde-Welt.

GARTENPFLANZEN
FARBTUPFER IN KAHLER LANDSCHAFT: WINTERHARTE PFLANZEN UND DIE ERSTEN FRÜHLINGSBOTEN IM GARTEN
Winterharte Frühlingsboten Die richtige Pflanzenauswahl macht es möglich: Erste zarte Blüten sorgen bereits im zeitigen Frühjahr für kleine Farbtupfer in der kahlen Winterlandschaft. Die spannenden Beobachtungen von Gartenexperten mit winterharten Pflanzen sind auch für Gartenbesitzer ein Mutmacher: Immer mehr Pflanzen, Stauden und Gehölze überstehen die kalte Jahreszeit, was auch Bienen freut.

LOUNGE
GRÜN AM BAU: DOPPELAUSSTELLUNG IN ZÜRICH
Die Einwohnerzahlen der Großstädte zeigen einen deutlichen Zuwachs, und die Prognosen deuten kein Ende an. Wie kann die Lebensqualität in einer sich stetig verdichtenden Stadt erhalten bleiben? Wie sieht eine lebens- und liebenswerte Stadt von morgen aus?

ERNST LUDWIG KIRCHNER
Ernst Ludwig Kirchner war Mitbegründer der Brücke-Gruppe und ist einer der bekanntesten Maler des deutschen Expressionismus. Der Künstler gilt als Ikone der europäischen Avantgarde. Die Retrospektive (in Bonn noch bis zum 3. März 2019 zu sehen) zeigt, wie Kirchner gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse aufgearbeitet und in seinen Werken immer wieder neu umgesetzt hat.

SERVICE
BÜCHER RUND UM KUNST UND GÄRTEN

GARTENKOLUMNE
TECHTELMECHTEL ZUM DESSERT
Ein Bürogarten sorgt nicht nur für Entspannung während der Mittagspause, sondern fördert auch das menschliche Miteinander. Wie gut das funktioniert, beobachtet der Kolumnist ein halbes Jahr lang täglich von seinem Schreibtisch aus – bis zum bitteren Ende.

EDITORIAL

Wenn diese Ausgabe erscheint, haben Sie den ersten Monat des neuen Jahres bereits hinter sich. Der Winter hat kalendarisch gesehen mit der Wintersonnenwende zwar gerade erst begonnen, doch die Tage streben dem Frühjahr bereits wieder entgegen. „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen“, schreibt der Schriftsteller und Dichter Herrmann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“, das er nach langer Krankheit verfasste. Wie sein Werk den Aufstieg, die Blüte und den Verfall des Lebens beschreibt, ergeht es der Natur in ihrem Zyklus jedes Jahr aufs Neue. Das lässt sich besonders gut an den verschiedenartigen Gesichtern eines Gartens beobachten: Im Winter, wenn die Natur unter einer dicken weißen Decke schläft, das Erwachen im Frühling, die Blüte im Sommer und das Verwelken im Herbst. Ein Kreislauf voller Schönheit, den Sie in der Reportage von Petra Reidel über den Japangarten des Unternehmers Reinhold Borsch in Kempen nachvollziehen können. Die beinahe verstörende Perfektion eines präzise geplanten Gartens bricht Brigitte Röde durch den Einsatz ganz individueller Ideen für jedes einzelne Gartenprojekt immer wieder neu auf. Autorin Ina Sperl hat die mit dem NRW Landschaftsarchitekturpreis 2018 ausgezeichnete Landschaftsarchitektin für diese Ausgabe besucht.

Wie das perfekte Büro mitsamt begrünter Fläche aussehen kann, im besten Fall bei Ihnen vielleicht sogar schon aussieht, lesen Sie in unserer aktuellen Titelgeschichte.

Als passende Ergänzung empfehle ich Ihnen den spannenden Ratgeber rund um das Trend-Thema Vertikalbegrünung.

Welche Pflanzen sich trotz Schnee und Eis für Tiere und Gärtner als frühes Glück bei eventuell wärmeren Temperaturen erweisen, lesen Sie in unserem Beitrag zu den Gartenpflanzen. Und was entsteht, wenn man sich dazu entschließt, die Welt ein Stück besser zu machen, lesen Sie in Alexandra Brauns Interview über Reinhard Kepplinger und die Firma Grüne Erde.

Auch Florian Wohlfahrt, Inhaber einer Firma für Gartengestaltung und studierter Gartenbaumeister, weiß so manche Geschichte zu erzählen, wenn es um die Vereinigung von Arbeit und einem angenehmen Klima für Mensch und Tier geht. Lesen Sie mehr dazu in seiner Kolumne und freuen Sie sich mit uns auf die ganz besonderen Momente dieser Tage, an denen der Mensch innehalten, verschnaufen und ebenso wie die Natur Kräfte sammeln kann, um dann wieder durchzustarten.

In diesem Sinne: Kommen Sie mit uns in ein frisches und frohes Gärtnerjahr.